Zunächst einmal muss gesagt werden, dass der Begriff “Tiefenschärfe” zwar häufig Verwendung findet, die korrekte Bezeichnung aber eigentlich “Schärfentiefe” ist. Leider wird in der Fotografie immer noch nicht einheitlich einer der beiden Begriffe verwendet, was häufig zu Verwirrungen führt, was ja auch nur all zu logisch ist.
Die Schärfentiefe bezeichnet den Bereich eines Fotos, indem man ein Motiv verschieben könnte, ohne das dieses Motiv unscharf werden würde.
Die Schärfen-Tiefe wird im wesentlichen durch folgende drei Faktoren beeinflusst: Brennweite, Blende und Abstand zum Motiv. Je weiter die Blende geöffnet ist (beispielsweise 2,8), je größere die Brennweite ist (beispielsweise 200mm) und je dichter ich an einem Motiv heran trete, desto geringer ist die Schärfentiefe. Oder noch einfacher ausgedrückt: Desto unschärfer ist der Hintergrund.
Man kann die Schärfen-Tiefe übrigens auch mit Hilfe einer mathematischen Formel berechnen, was hier jedoch nicht besprochen werden soll.
Wenn man eine geringe Schärfentiefe verwendet, um beispielsweise eine einzelne Person in einer Menschenmasse herauszustellen, spricht man an dieser Stelle vom Freistellen.
Der durch das Freistellen unscharfe Bereich wird als Bokeh bezeichnet. Hinsichtlich der Qualität des Bokehs herrschen große Qualitäts-Unterschiede und es steht außer Zweifel, dass die wirklich herausragenden Bokehs in der Fotografie – leider – auch mit den herausragend teuersten Objektiven erzeugt werden.
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