Mit dem Begriff “Normalobjektiv” werden in der Fotografie diejenigen Objektive bezeichnet, die der Diagonalen des Aufnahmebildformats entsprechen, also der so genannten Normalbrennweite. Damit ergibt sich ein diagonaler Bildwinkel von – in etwa – 53 Grad. Das führt analog dazu, dass ein Objektiv mit einer Brennweite von 50mm als Normalobjektiv bezeichnet wird.
Ein Normalobjektiv zeigt also genau denjenigen Ausschnitt, den auch der erwachsene Mensch mit seinen Augen sehen würde. Ein Normal-Objektiv ist also sehr dicht an den menschlichen Sehgewohnheiten und hat daher eine besondere Relevanz in der Fotografie. Kleinkinder und Kinder sehen übrigens noch einen kleineren Ausschnitt als erwachsene Menschen, dies aber nur am Rande (hat natürlich eine besondere Relevanz im Straßenverkehr).
Objektive, die eine größere Brennweite haben, werden als Tele-Objektiv bezeichnet. Objektive, die dagegen eine kleinere Brennweite haben, werden als Normal-Objektiv bezeichnet. Objektive mit variabler Brennweite werden als Zoom-Objektive bezeichnet.
Bei den so genannten Crop-Objektiven, also den älteren Objektiven, die für analoge Kameras gebaut worden sind, muss der Crop-Faktor mit eingerechnet werden. Beträgt dieser, um nur ein Beispiel zu nennen, 1.5, muss man ein 35mm Objektiv für die entsprechende digitale Spiegelreflexkamera kaufen, um ein Objektiv mit der so genannten Normalbrennweite zu erhalten.
Es kann durchaus sinnvoll sein, an seinem Zoom-Objektiv die Normal-Brennweite einzustellen, wenn dies möglich ist.
- Weitwinkel-Objektive und Fischaugen/Fisheye-Objektive
- Kleinbildformat – was ist das Kleinbildformat?
- Foto-Objektive und Objektiv-Adapter
- Objektive mit Festbrennweite – Vor- und Nachteile
- Bajonettanschluss – was ist der Bajonett Anschluss?
- Makro Objektive und Makrofotografie
- Vignettierung – was ist die Vignettierung?
- Abblenden und die Abblendtaste
- Electronic Viewfinder – was ist der EVF?
- Unterschiede zwischen Spiegelreflex und Kompakt-Kamera













