Mit dem Begriff “Motivprogramm” bezeichnet man vor allem in der Fotografie ein Programm, welches für typische Foto-Situationen die entsprechenden Einstellungen an der Kamera automatisch vornimmt. Durch die Kompaktkameras ist die Begrifflichkeit der Motivprogramme in aller Munde.
Typische Motivprogramme sind beispielsweise: Landschaft, Portrait, Nacht und Sport. Aber auch für Aufnahmesituationen wie “unter Wasser” und für die Makrofotografie bieten viele Kameras häufig entsprechende Programme.
Ein Vorteil dieser Motiv-Programme liegt natürlich darin, dass die Einstellungen der Aufnahmesituation zumindest ein wenig angepasst werden, so dass häufig ein besseres Bildergebnis erzielt wird, als mit einem gänzlich automatischen Programm.
Das Motivprogramm wählt, um nur ein Beispiel zu nennen, im Portrait-Modus ein möglichst große Blende, um einen verschwommenen Hintergrund – welcher in der Fachsprache als Bokeh bezeichnet wird – zu generieren.
Da ein derartiger Hintergrund natürlich von weiteren Faktoren abhängig ist, wie beispielsweise die Brennweite oder der Abstand zum Motiv, sind die Möglichkeiten eines Motiv-Programms natürlich sehr beschränkt.
Anfänger machen sehr oft den Fehler, davon auszugehen, sich dank der Motivprogramme gänzlich davon befreit zu fühlen, sich Wissen zum Thema Fotografie an zueignen: “Die macht alles automatisch”, hört man oft. Jeder Mensch weiß jedoch, dass dies nicht möglich ist – und auch nie möglich sein wird.
Trotzdem sollte man mit Motivprogrammen arbeiten, denn besser als gar nichts oder eine gänzlich automatische Einstellung sind sie allemal.





